Verkürzung der Blutung

Bisher ging man davon aus, dass junge Mädchen monatliche Blutungen wünschen, da diese ihnen ein Gefühl von Sicherheit geben. Die Menstruation zeigt an, dass der Zyklus normal funktioniert und dass keine Schwangerschaft eingetreten ist. Nicht selten hört man auch von der angeblich reinigenden Funktion der monatlichen Blutung.

Da aber unter Anwendung der Pille nur durch die Wirkung der Pillen-Hormone die Gebärmutterschleimhaut mehr oder weniger stark aufgebaut und durch den Hormonentzug während der Pause wieder abgestoßen wird, hat die Blutung unter Pillen-Anwendung wenig Aussagekraft.

Das scheinen auch junge Mädchen bemerkt zu haben: Laut einer EMNID-Umfrage möchte nur rund ein Viertel der 15-20jährigen Mädchen nicht auf monatliche Blutungen verzichten. Mehr als 30 % der befragten jungen Mädchen würden am liebsten gar nicht mehr bluten und die restlichen jungen Frauen bevorzugen viertel- oder halbjährliche Blutungen oder eine Blutung pro Jahr.

Wenn die monatlichen Blutungen schon so wenig beliebt sind, sollten sie – falls man nicht auf diese verzichten möchte - wenigstens leicht und vor allem kurz sein. Schließlich heißen die „Tage“ Tage und nicht Wochen. Durch Anwendung vieler Pillen-Präparate kommt es zu einer Abnahme der Blutungsstärke und teilweise auch zu einer Verkürzung der Blutungsdauer um 1-2 Tage. Allein eine um einen Tag kürzere Blutung gewährleistet Pillen-Anwenderinnen pro Jahr 13 blutungsfreie Tage zusätzlich. Und hochgerechnet auf das Leben einer Frau sind das rund 525 zusätzliche Tage ohne Blutung.

 

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